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Was man über Online-Radios wissen sollte

Ich persönlich bin erst im Januar diesen Jahres überhaupt zum Online-Radio gekommen. Ich war seinerzeit viel in einem grossen Chat unterwegs gewesen. In verschiedenen Chatrooms waren Online-Radios installiert, die ich überhaupt nicht wahrgenommen habe. Erst als sich verschiedene Leute über ein und demselben Musiktitel unterhielten, und sich einige Chatter als Moderatoren zu erkennen gaben, war meine Neugierde geweckt. Als erstes schlug mir entgegen: "Wir erfüllen Hörerwünsche, und wir verlesen Grüsse über unseren Sender." Also probierte ich das ganze aus, und es funktionierte super. Und weil das eine tolle Erfahrung war, wurde von Tag zu Tag mehr Radio gehört.Oh, toll dachte ich, einige 100 Leute in den Chaträumen, da muss ja ordentlich was los sein, da mache ich als Hörer und "Grussboxschreck" ordentlich mit.Die erste Ernüchterung, wenn man noch keine Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht hat, ist die, es handelt sich hier nicht um eine Sendeanstalt irgendwo in Deutschland, so wie bei den öffentlich rechtlichen, oder den grossen Privatanbietern, - nein, hier wird ein Netzwerk betrieben, wo aus verschiedenen Wohnzimmern heraus gesendet wird. In aller Regel im 2 Stunden Tackt wird sich abgelöst. Die Antwort darauf bekam ich, als ich mir einen Titel wünschte, welchen die Moderatorin vom Vormittag spielte, und den der Ansager vom Nachmittag nicht hatte. Dieser sagte mir dann auch, man kann nicht alle Musikwünsche erfüllen, weil niemand alle Lieder hat. Auch gibt es keine zentrale Bibliothek, wo man auf alle Titel zurückgreifen könne. Jeder Moderator habe seine eigenen Playlisten, und je nach Geldbeutel sind diese Listen unterschiedlich bestückt. Als nächstes, wenn man als Hörer bei den Moderatoren und der Sendeleitung gut ankommt, wurde ich auf den hauseigenen Chatraum hingewiesen, wo man mit den Leuten in Kontakt treten könnte.Was ich dabei gleich zu spüren bekam, den Chat konnte man mit unterschiedlichen Passwörtern und Nicknamen betreten. Schon nach 10 Minuten gab es die ersten massiven Beleidigungen. Ich hatte das Gefühl, hier waren Cliquen unterwegs, die eines nicht vertragen konnten und wollten, nämlich Kritik in jeder Form und Weise. Daraufhin habe ich diesen Chat nicht mehr betreten, und den Vorfall der Sendeleitung gemeldet, die auf der Startseite der HP ausfindig zu machen war. Als sich das ganze irgendwie gelegt hat, (natürlich hat niemand vom Team zugegeben, wer hier beleidigt hat) wurde ich regelrecht gedrängt, den TS (Teamspeak = Voicekommunikation) herunterzuladen, und mir ein Headset (Kopfhörer mit Mikrofon) zuzulegen, weil es auch dafür einen Chatraum im Sender gibt, wo man miteinander reden kann. Da ich überhaupt keine Erfahrungen in diesen Dingen hatte, wurde mir professionell geholfen, sodaß auch dieses Vorhaben klappte. Die ersten Wochen war auch eine super Stimmung in diesem TS gewesen, oft mit bis zu 10 Moderatoren und 3 bis 4 Hörer vertreten. Gar manche Nacht wurde zum Tag gemacht. Schon bald aber konnte jeder merken, es bildeten sich Grüppchen. Manchmal waren die Hörer nur noch unter sich, in Räumen, wo jeder von der Sendeleitung rein konnte,- umgekehrt aber waren andere Räume passwortgeschützt, nur für das Personal.

Im laufe der Zeit sickert eben vieles, wenn nicht sogar alles, durch, was hinter den Kulissen wirklich abgeht.

Je grösser ein Moderatorenteam wird, (manchmal über 20 Leute) um so schwieriger wird es, alle unter einen Hut zu bekommen. Die Folge, ein ständiges Kommen und Gehen findet statt, eine anhaltende Unruhe ist zu spüren.Dann kommt auch zur Ansprache, das die Moderatoren nichts verdienen, sondern das Ganze aus reinem Spass machen, als eine Art Hobby. Und nicht nur das, die GEMA und andere Institutionen erheben Gebühren, die von den Moderatoren und der Sendeleitung auch noch aufgebracht werden müssen. Im Klartext, dafür, das man sendet, muss man auch noch bezahlen. Zumindest was das bei dem Sender der Fall, bei dem ich bis zum 10. Juni diesen Jahren gewesen bin. Und weil man den Hörern etwas bieten wollte, wurden Hitparaden veranstaltet, mit einer vorgegebenen Auswahl an Liedern; und später sogar ein Sängerwettstreit (Karaoke) veranstaltet, wo man Bänder einsenden konnte, mit seinem eigenem Liedgut drauf. Blödsinnhalber habe ich damals auch mitgemacht, aus reinem Spass. Einfach locker vom Hocker. Ich sagte damals schon, es gibt keine Verlierer, nur Gewinner; und eigentlich bedarf es keinerlei Preise. Aber wie das im Leben so ist, geht es um Plätze, dann erwacht bei einigen Leuten der Ehrgeiz, mit allen Mitteln gewinnen zu wollen.Ich habe mich seinerzeit darüber aufgeregt, das eine Moderatorin bei diesem Hörerwettstreit den 2. Platz erhalten hat, die zudem stimmlich überhaupt nicht zu hören gewesen ist. Die Sendeleitung argumentierte damals, das diese Moderatorin bei ihrer Teilnahme selber Hörerin war, und während des Wettbewerbes zum Team gestossen ist. Von Seiten der Sendeleitung wurde damals gesagt, ausserdem kann jeder auch mehrfach abstimmen, und so den einen oder anderen nach oben puschen. Ein fairer Wettbewerb sei überhaupt nicht möglich. Als es dann noch Urkunden gab, die allen in das persönliche Gästebuch gestellt wurden, habe ich meine gelöscht und dies der Sendeleitung auch mitgeteilt, das ich mich mit Lug und Betrug nicht identifiziere. Über Messi gab es dann noch einen heftigen Disput, und schon wurden meine Zugangsdaten gesperrt. Ich konnte dann nicht weder in den TS noch konnte ich in mein Profil rein.Daraufhin war für mich das Projekt eigentlich gestorben.

Nach wenigen Wochen meldeten sich drei ehemalige Moderatoren bei mir, das Radioteam sei auseinander gebrochen, es habe Streit zwischen der Sendeleitung und dem Betreiber (Möchtegernchef) gegeben, ob ich nicht mithelfen möchte, den Sender wieder flott zu machen, zumal die Störenfriede weg seien. Diesen Kollegen zuliebe habe ich seinerzeit zugestimmt. Weil nichts mehr funktionierte, und die ganze Homepage platt war, sind wir zu einem anderen Radiosender hin, weit aus kleiner geführt, mit weniger Moderatoren, und wurden dort als Gäste auf Zeit aufgenommen, wo wir mit moderieren durften.

Wir sind dort wirklich freundlich aufgenommen worden, und ich war sogar bereit, selber Sendungen zu fahren, zu moderieren, Spass zu verbreiten, und Musik aufzulegen. Es war super, die Online-Radiowelt schien in Ordnung.

Nur zogen auch hier sehr schnell dunkle Wolken auf, statt sich dar
über zu freuen, das die Hörerzahlen immer weiter nach oben gingen, und das Moderatorenteam weiter anwuchs, haben sich die Betreiber unseres Senders, und die des Gastsenders in die Wolle bekommen, was letztlich dazu führte, wir Moderatoren mussten uns von jetzt auf gleich entscheiden, ob wir weitersenden wollen, und wenn ja, bei welchem Sender. Ich bin dann mit meinen Leuten zurück, habe aber gleich gesagt, ich werde weiterhin Kontakt zu einigen vom Gastsender beibehalten.Kurz danach hat sich auch dieser Gastsender gespalten, und die Leute, mit denen ich wunderbar zurecht kam und komme, die haben ihren eigenen Sender gegründet.

Wir Moderatoren besuchten uns gegenseitig, warum auch nicht.

Doch was passierte, unser Betreiber und ein Teil der Sendeleitung fing zu spinnen an, warum man sich nicht zu einem Radio zusammenschliessen w
ürde, wo "unser Chef" dann das alleinige Sagen habe. Von unseren Freunden wurde aber dann eine klare Ansage gemacht, das sie selber keinen Chef dulden, und ihre Eigenständigkeit bewahren werden. Trauriger Höhepunkt war dann, "unser Chef" hat dann spioniert, ob und wann "unsere Moderatoren" bei den Gästen zu Besuch waren, um hinterher zu laufen, und diese zurück zu beordern. Gleichzeitig hat er weiterhin versucht bei unseren ehemaligen Gastgebern rüpelhaft aufzutreten, die sich das dann haben nicht mehr bieten lassen. Frustriert, wie "unser Chef" war, kam die nächste Aktion hinterher. Fünf Minuten bevor ich meine erste Sendung fuhr, zitierte mich "Cheffe" in seinen Raum rein, er habe gehört, mit unserem Radio würde es sowieso nichts werden, und ich wollte zu unseren Gästen rüber und dort senden." Das war ein Schwachsinn (krankhafte Eifersucht), durch nichts zu überbieten. Ich bin dann trotzdem auf dem Stream (auf Sendung gegangen) und habe mir nichts anmerken lassen. Keine 10 Minuten drauf, der nächste Spruch über dem Messi, fast ein Weinen, weil er, der "Cheffe" nicht gegrüsst worden sei. Tags darauf, bei der zweiten Sendung, wieder eine Attacke, ich solle die Lieder nicht zuquatschen, die Hörer würden uns ja weglaufen.

In so einem Klima soll Spass und Fun aufkommen.

Gleichzeitig kamen
üble Beschimpfungen und Beleidigungen derer, die das alte Ur-Team Wochen verlassen hatten, weil die mitbekommen haben, das ich sende.

Trotzdem habe ich weitergemacht, den Kollegen zu liebe.

Als aber auch hier das gleiche Spiel begann wie im alten Team, eine Sendeleitung, die gegen mich geschossen hat, ich es dem "Cheffe" meldete, und der sofort Partei f
ür "seine Leute" ergriffen hat, gab es die erste Kündigung von meiner Seite aus, das ich so einen feigen, hinterhältigen und verlogenen Psychokrieg nicht mitmachen werde.

Nach einigen Verhandlungen wurde der Streit dann zum Schein beigelegt.

Doch was passierte? "Cheffe" begann auszuspionieren bei den Kollegen, wenn er mich feuern w
ürde, wer dann noch gehen wird? Im Chat, unter falschem Nick posten, "Ich habe gehört, euer Chef hier ist ein Guter, was könnt Ihr über ihn sagen?" Dann sollte eine neu hinzu gekommene Moderatorin mich nach 4 1/2 Stunden Sendung ablösen. Sie verschwand 10 Minuten vor Dienstantritt, mit der Begründung, sie müsse Zigaretten holen. Nach ca. 20 Minuten kam sie zurück. Da kein Kollege eingesprungen ist, habe ich den Stream verlassen (automatisch läuft dann ein Autostream, ohne Moderation). Diese "Kollegin" blökte dann rum, wo denn die Übergabe bleiben würde(?) Daraufhin bekam sie zur Antwort, in einer lauten Ansprache, das wir unzuverlässige Kollegen hier nicht gebrauchen können, weil das schlecht für das Team ist.Der Vorfall wurde natürlich der Sendeleitung und dem Betreiber gemeldet.Wie nicht anders zu erwarten, der dressierte Kollege von der Sendeleitung wusste gleich zu berichten, die Kollegin hätte sich ordentlich abgemeldet und entschuldigt, und ich würde mich im Ton vergreifen. Auf diese Art und Weise könne man nicht zusammen arbeiten. Am Sonntag dem 10.07.2007 kam es dann auf der Sitzung zum grossen Knall, der jetzt das endgültige Aus bedeutet hat, was diesen Sender und dieses Projekt anbelangt hat. Der Gipfel der Frechheit war, in der Grussbox, die auf fast jeder HP Startseite eines Onlinesenders zu finden ist, sollte man auch über den Moderator abstimmen können, ob dieser "sehr gut" "gut" "mittelmässig" "schlecht" oder "sauschlecht" sei.Ich habe argumentiert, es gibt keine sauschlechten Moderatoren hier bei uns, wir haben alle eine Würde. Die Reaktion des "Cheffe" auf der Sitzung war, es muss einen Ansporn geben, damit die Moderatoren besser werden, die nicht so gut auf dem Stream sind, und ausserdem wurde diese Benotung ja wieder heraus genommen.

Schlimm bei dieser Aussage, nicht einer der Moderatoren hat daraufhin seinen Mund aufgemacht.

Ich habe dann den Vorschlag gemacht, einen Verein zu gründen, und die Verantwortung auf mehrere Leute zu verteilen, was strickt abgelehnt wurde. Daraufhin habe ich fristlos gekündigt.

Übrigens, ich musste im Monat 10 Euro für das Senden bezahlen, und eine Kaution von 15 Euro hinterlegen. (Arbeitslos und ohne Stütze)

Wie gesagt, es sind nicht alle Sender schlecht, ganz im Gegenteil, aber es gibt sehr viele schwarze Schafe.

Roland Schmidt




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